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unsere Hunde auf Ausstellungen

Alles über Ausstellungen und Ausstellungspräsentationen

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Wie präsentiere ich meinen Hund erfolgreich auf Ausstellungen?

Der Aussteller

Es ist die Aufgabe des Ausstellers seinen Hund so vorzuführen, dass er sich freudig, aufmerksam und ein positives Bild (äußere Erscheinung und Auftreten) bietend im Ring zeigt. Der Hund hat sich unverkrampft und kontrolliert an locker durchhängender Leine zu zeigen und sich im ruhigen Stand zu präsentieren.

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Der Züchter 

Suchen Sie einen Züchter der selbst oft erfolgreich ausstellt. Bitten Sie den Züchter Ihrer Wahl Ihnen bei der Auswahl eines geeigneten Welpen zu helfen. Ein seriöser Züchter wird Ihnen gerne zur Seite stehen bei der Vorbereitung Ihres Hundes auf eine Ausstellung. Ist doch ein gut platzierter Hund die beste Reklame für eine erfolgreiche Zucht. Wählen Sie einen neugierigen, aufgeweckten und selbstsicheren Welpen. Ängstliche, unsichere Welpen sind dem Stress, den eine Ausstellung mit sich bringt, oftmals nicht gewachsen.

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Das Training 

Niemals sollte man einen unerfahrenen Welpen auf eine Ausstellung mitnehmen. Der Lärm und der Trubel können selbst den sichersten Hund so zusetzen, dass ein negativer Eindruck bleibt. Ein ängstlicher, eingeschüchterter Hund wird sich niemals in seiner ganzen Schönheit zeigen können.

Man kann bereits Welpen langsam und geduldig auf die Eindrücke einer Ausstellung vorbereiten. Nehmen Sie Ihren Welpen oft mit an unterschiedliche Orte (Bahnhof, Wochenmarkt, Tiefgarage, Bauernhof usw.). Aber bitte nicht alles auf einmal sondern, chritt für Schritt. Zeigt sich der Hund ängstlich oder überfordert, brechen Sie den Ausflug ab und wiederholen das ganze bei etwas ruhigerer Atmosphäre. Der junge Hund sollte viel Kontakt zu Artgenossen (jung und alt), Menschen und anderen Tieren (Katzen, Kaninchen, Pferde, Kühe) haben. Nur so wird er lernen mit den Alltäglichkeiten seiner Umwelt zurechtzukommen.

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Erste Übungen 

Ein Ausstellungshund muss sich ohne Gegenwehr von Fremden berühren lassen. Üben Sie mit Ihrem Hund bereits im jungen Alter das Stehen, Kontrolle der Zähne und Ohren, Abtasten des Körpers und der Gliedmaßen. Bitten Sie Freunde und Bekannte Ihren Hund zu Berühren und die Zähne zu kontrollieren. Üben Sie an verschiedenen Orten und in verschiedenen Situationen.

Das ruhige stehen übt man am besten auf einem nicht zu hohen Tisch. Bauen Sie Ihren Hund täglich einmal auf diesem Tisch auf.

Sprechen sie ruhig auf ihn ein und versuchen Sie ihn für einige Minuten (anfangs Sekunden) im ruhigen Stand zu halten. Loben Sie Ihren Hund wenn dies gelingt. Halten Sie Ihren Hund unter Kopf und Hals und platzieren Sie die Vorderpfoten vorsichtig so wie es der Standard vorsieht. Stützen Sie den Hund zwischen den Hinterläufen und platzieren Sie auch diese. Keine Sorge, der Hund wird sich mit der Zeit an diese Prozedur gewöhnen. Stellen Sie Ihren Hund NIEMALS mit Zwang oder Gewalt. Ein verängstigter, verstockter Hund wird sich nie frei zeigen.

Das Laufen an lockerer Leine übt man mit Belohnungshappen. Läuft (trabt!) der Hund an locker gehaltener Leine an Ihrer linken Seite, wird er mit einem Happen belohnt. (Die Leinenführigkeit wird in zahlreichen Erziehungs-Büchern beschrieben).

Im Ring wird der Hund an einer Vorführ- oder Schauleine geführt. Breite Halsbänder, Stachelhalsbänder, Halstücher, Brustgeschirre etc. Sind völlig fehl am Platz. Der/die RichterIn will Ihren Hund in seiner ganzen Schönheit sehen und nicht das neue, teure Hundehalsband. Außerdem: Breite Halsbänder und Geschirre verzerren den Gesamteindruck Ihres Hundes! Hunde, die an Stachelhalsbändern geführt werden, wirken sofort bedrohlicher und somit negativer. Die Farbe der Leine ist so zu wählen, dass sie nicht in zu starkem Kontrast zum Hund steht. Ein weißer Hund sieht zwar mit einer roten Leine toll aus, aber genau diese rote Leine lenkt vom Hund ab! Die Leine sollte möglichst dünn und unauffällig sein, denn nur der Hund pur soll ins Auge fallen.

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Die Kleidung 

Die Kleidung des Ausstellers sollte zweckmäßig sein. Ein paar Taschen mehr schaden nie. Leckerlis und eventl. eine Bürste können dann verstaut werden und sind trotzdem immer zu Hand. Jogging-Anzüge gehören auf eine Sportveranstaltung und nicht auf eine Hundeausstellung.

Auch bei Ihrer Kleidung sollten Sie auf die Farbe achten. Hier ist Einfallsreichtum und Kontrast gefragt. Ein weißer Hund ist vor einer weißen Hose fast unsichtbar. Ein dunkler Hund vor dunkler Kleidung "verschwimmt". Wählen Sie Ihre Kleidung im guten nicht zu grellem Kontrast zum Hund. Denken Sie immer daran, der HUND soll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Wenn Sie Röcke tragen, achten Sie darauf das der Hund nicht darunter bzw. darin verschwindet oder beim Laufen von einem wallenden Kleidungsstück verdeckt wird. Schuhe mit rutschfester Sohle sind unerlässlich.

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Im Ring 

Befestigen Sie Ihre Startnummer gut sichtbar mit einem Clip oder einer Sicherheitsnadel an Ihrer Kleidung. In der Hand halten Sie bitte nur Ihre Leine. Die beste Stelle für die Startnummer ist Ihr linker Oberarm. Da Sie Ihren Hund immer links führen sollten und in Richtung RichterIn, ist Ihre Startnummer in jeder Position sichtbar. Beim Laufen im Ring ist darauf zu achten, dass sich der Hund zwischen Ihnen und dem Richter befindet (verdecken Sie Ihren Hund nicht, indem Sie ihn auf der falschen Seite führen). In der Regel möchte der/die RichterIn Ihren Hund von der Seite, von vorne und von hinten in Aktion sehen. Bewegen Sie sich auf Anordnung des/der RichterIn mit Ihrem Hund im Kreis, auf den/die RichterIn zu und von diesem/dieser weg. Der Hund hat sich an locker gehaltener Leine zu zeigen. Zerren, Spielen, Hochspringen, Leinenbeißen usw. gehören nicht hierher.

Wenn Ihr Hund gelernt hat sich von seiner besten Seite zu zeigen und Sie ihn dabei Unterstützen, steht einem Erfolg eigentlich nichts mehr im Wege.

Bedenken Sie allerdings: "Kein Meister ist je vom Himmel gefallen". Man muss immer wieder üben, an unterschiedlichen Orten und unter verschiedenen Bedingungen. Seien Sie phantasievoll. Ihr Hund wird es Ihnen danken.

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Pflegetipps

Zum Thema Pflege gibt es ebenfalls genügend Literatur. Selbstverständlich wird der Hund so gut wie notwendig, dem Rassestandard entsprechen zurechtgemacht. Aber 3 Tipps habe ich trotzdem:

1. Bei langhaarigen bzw. Seidenhaarigen Rassen (Spitz, Yorkshire Terrier) ist das Fell rund um die Ohren eventl. leicht fettig. Ein dauerndes Waschen ist hier nicht nötig. Kämmen (nicht Büsten) Sie diese Stellen täglich mit einem sehr feinen Kamm aus. Dadurch bleibt das Fell immer "luftig" und wirkt nicht so fettig oder feucht.

2. Manche Hunde neigen zu Liegeschwielen an den Ellenbogen. Ist bereits das Fell verschwunden und es haben sich Lederhäute gebildet, kommt jede Hilfe zu spät. Schützen Sie diese Stellen durch regelmäßiges Einfetten/Cremen vor dem Austrocknen. Ist das Fell noch da, aber immer filzig und zusammengedrückt, waschen Sie die Ellenbogen Ihres Hundes 1x wöchentlich mit einem milden Hunde- oder Babyshampoo. Anschließend sehr gut trocknen und mit einer weichen Bürste aufbürsten. Das angedrückte, spröde Haar wird gelockert und wieder aufgerichtet.

3. Die meisten Ausstellungen finden in Hallen mit sehr glatten Böden statt. Das ist für den Hund nicht nur unangenehm, sondern gerade für junge Hunde auch gefährlich (ausrutschen und aufschlagen). Es gibt im Fachhandel eine spezielle Pfotenemulsion "Tacky Paw", die das Rutschen auf glatten Böden verhindert.

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Literaturhinweise Thema: Ausstellen

Peper, Elke: Gutes Handling Kynos Verlag, 1996

Beyersdorf, Peter: Dein Hund auf Ausstellungen Verlag Paul Parey, 1997

Aldington, Eric H.W.: Vom Körperbau des Hundes Verlag Gollwitzer, 1998

 

Bücher in engl. Sprache:

Alston, G.G./Vanacore, C.: The winning edge 1992

Hall, L.: Dog showing for beginners 1994

Vanacore, C.: Dog showing 1990

Thema: Pflege und Erziehung:

Dege-Neumann, I.: Handbuch Hundepflege 1995

Dolz, R.: Kynos Trimm- & Pflegefibel Kynos Verlag, 1994

Aldington, Eric H.W.: Mach mehr aus Deinem Hund Verlag Gollwitzer, 1998

Ross/McKinney: Hunde verstehen & richtig Erziehen Kosmos Verlag, 1994 

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